Besuch des „Politmobils“
Wo kommt unsere Kleidung her?
Mit dieser Frage startete der Workshop des „Politmobils“ an unserer Schule. An einer großen Weltkarte bestimmten die Kinder Länder, in denen Textilfabriken stehen – unter anderem Deutschland, Bangladesch und China. Schnell wurde klar: Ein T‑Shirt legt oft einen weiten Weg zurück.
Ein Tag in der Textilfabrik – als Simulation
Danach wurde die Produktion eines T‑Shirts als Fließbandarbeit nachgestellt. Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten an Gruppentischen, die einzelne Stationen darstellten, und erhielten einen Länder-Stempel (z. B. Deutschland, Bangladesch, China).
1. Maltisch: Umriss (vorne/hinten) mit Schablone aufmalen
2. Schneidetisch: T‑Shirt-Teile ausschneiden
3. Hefttisch: Teile zusammenheften
4. Nähtisch: T‑Shirt mit der Nähmaschine zusammennähen
5. Designtisch: T‑Shirt gestalten
Nachdenken, fair handeln, vergleichen
Ein Plakat über den Alltag eines sechzehnjährigen Mädchens aus Bangladesch (lange Arbeitszeiten, sehr geringer Lohn, zusätzliche Hausarbeit) machte die Lebensrealitäten in Produktionsländern greifbar. Anschließend lernten die Kinder im „Label-Check“, woran man faire Produkte erkennen kann – mit Blick auf Soziales, Ökologie und Glaubwürdigkeit.
Zum Schluss gab es den „Lohn“ in Form von Gummibärchen: Wer in Deutschland „arbeitete“, bekam deutlich mehr als die Kinder, die in Bangladesch „arbeiteten“. So wurde das Ungleichgewicht zwischen Ländern unmittelbar erfahrbar. Fairerweise wurden die Gummibärchen am Ende geteilt.
Vielen Dank an das Team des „Politmobils“ für den eindrucksvollen Workshop!
